Madanapalle liegt im Süden von Indien, im Bundesstaat Andhra Pradesh. Viele Kleinbauern dort leiden unter immer stärkerer Trockenheit, welche durch den Klimawandel versursacht wird. Die früher Regen bringenden Niederschläge in der Monsunzeit bleiben immer häufiger aus. Zusätzlich wird der Druck durch große Firmen immer größer. Diese treiben die Bauern in Schuldenfallen, indem sie ihnen teueres Saatgut, Düngemittel und Pestizide verkaufen, welche wenig Gewinn bringen, aber ständig nachgekauft werden müssen. Viele Farmer haben aufgrund ihrer aussichtslosen Lage bereits Selbstmord begangen.

Das Projekt, welches in Zusammenarbeit mit einer lokalen Hilfsorganisation durchgeführt wird, zielt darauf ab, den Bauern alternative Methoden aufzuzeigen. Ziel ist es, eine Demonstrationsfarm aufzubauen, auf welcher durch Agroforstwirtschaft und nachhaltiges Wassermanagement trotz Trockenheit gute Erträge erzielt werden können. Zusätzlich soll ein Informations- und Trainingcenter entstehen.

Neben ökologischer Agroforstwirtschaft ist der e-Learning Ansatz neu in der Region und verspricht, auch junge, technikaffine Menschen für Umweltschutz und ökologische Landwirtschaft zu interessieren.

Mit dem Modell der ökologischen Agroforstwirtschaft können über 10 Jahre mehrere hundert Kleinbauern in der Region auf weniger arbeits-& kostenintensive, resiliente, wassersparende und hitzeverträgliche landwirtschaftliche Systeme umstellen. Durch den Anbau diverser verholzender und krautiger Pflanzen verteilt sich das ökonomische Risiko auf mehrere Standbeine und es kommt zu positiven ökologischen Wechselwirkungen zwischen den unterschiedlichen Pflanzen, die den Boden und das Mikroklima verbessern.

Durch digitale und analoge Workshops und Seminare, sowie den Aufbau der Bibliothek und des Computerraumes können sich interessierte Landwirte und Menschen aus den umliegenden Dörfern über nachhaltige Landwirtschaft und Umweltschutz im Allgemeinen informieren. 10 Bauernfamilien und einige Schulen haben bereits Interesse an einer Zusammenarbeit geäußert. Die Landwirte sich erklärten bereit, mit Unterstützung Pilotflächen auf ihrem Land anzulegen. Wir erwarten, dass diese Zahlen innerhalb des ersten Jahres noch stark ansteigen werden, und hoffen, im ersten Jahr mindestens 20 Landwirte, 20 Lehrer und 200 Schüler in das Projekt mit einbeziehen zu können.

Das Projekt ist so angelegt, dass Kleinbauern das Modell der ökologischen und an die lokalenBedingungen angepassten Agroforstwirtschaft auf ihrem eigenen Land übernehmen können. Es wurden und werden dafür verschiedene Blueprints angefertigt, die direkt oder wenn gewünscht nochmals an die spezielle Situation der Familie angepasst, übernommen werden können. Im Idealfall breitet sich das Modell in der Region immer weiter aus und erreicht über mehrere Kanäle (Bildungszentrum, Mund zu Mund Propaganda, Internet, Netzwerk der lokalen Organisation) immer mehr interessierte Menschen. Wenn in dieser sehr trockenen Region mit den Agroforst-Modellen gute Erträge erzielt werden können, ist das ein aussagekräftiges Beispiel, das auch Gemeinschaften in anderen Regionen inspirieren kann. Alle Projektbeteiligten sind explizit sehr an Kooperationen interessiert und arbeiten darauf hin, Lösungen auch für andere Organisationen zugänglich zu machen. Auch das e-Learning Konzept für Umweltbildung und Landwirtschaft kann gut übernommen
werden.

Ein Video zum Projekt gibt es hier: Toranam – nachhaltige Entwicklung in Madanapalle

 

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